kultuRRevolution | folien zur kollektivsymbolik
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folien zur kollektivsymbolik //

Eine besondere Kategorie der sprachlich realisierten Symbole stellen die sogenannten Kollektivsymbole dar. Dieser Begriff ist von dem Literaturwissenschaftler Jürgen Link entwickelt worden; inzwischen hat er sich in den Sozial- und Kulturwissenschaften weithin eingebürgert. Kollektiv sind die hier gemeinten Symbole insofern, als sie nicht nur für den Verwendungszusammenhang eines einzelnen (literarischen) Textes entwickelt worden sind, sondern zum kommunikativen und kulturellem Gemeinbesitz einer Gesellschaft gehören: Sie tauchen immer wieder in den unterschiedlichsten Texten und den verbalen Äußerungen der verschiedensten Sprecher auf. Diese Symbole verraten also etwas über den grundsätzlichen Weltbezug einer Gesellschaft – denn dieser Weltbezug, so haben im Gefolge von Ernst Cassirer schon zahlreiche Philosophen und Kulturwissenschaftler festgestellt, ist in entscheidendem Maße durch kollektiv geteilte Bildräume vermittelt.