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imagination. autonomie. radikale demokratie. Cornelius Castoriadis’ politisches Denken.

kultuRRevolution nr. 71
hg. von Jürgen Link & Rolf Parr
Dezember 2016, 64 seiten
preis 10 eur
issn 0723-8088

Inhaltsverzeichnis

zu diesem heft

Paul Sörensen / Aristotelis Agridopoulos
Terra incognita: Eine Einführung ins Schwerpunktheft zu Cornelius Castoriadis.

cornelius castoriadis‘ politisches denken

Biographie von Cornelius Castoriadis.

Oliver Flügel-Martinsen
Castoriadis und die Herausforderungen des Postmarxismus.

Angelos Mouzakitis
Autonomie, Heteronomie, Demokratie: Andersheit durch Kritik.

Alice Pechriggl
Geschlechterwandel im Kontext des »instituierenden Imaginären«.

Paul Sörensen
Radikaldemokratische Erziehung? Zur Bestimmung und Füllung einer Leerstelle im aktuellen demokratietheoretischen Diskurs.

Chiara Bottici
Imaginale Politik.

Aristotelis Agridopoulos
Das Imaginäre und das Politische. Postmarxistische Sozialontologie bei Cornelius Castoriadis und Ernesto Laclau.

Harald Wolf
Sichtbar, aber auch abwesend: Castoriadis in Academia.

besprechungen

Jürgen Link
Agonismen und Antagonismen im »Krisenlabor Griechenland«: Plurale Lektüren griechischer und deutschgriechischer Stimmen.

Jürgen Link
Lassen sich nichthegemoniale as-sociative Proliferationen und Multitudes simulieren? The Art of Being Many als Protokoll einer »Probe«.

Käthe von Bose / Katrin Köppert
How to read a reader as a bad feminist? Eine Rezension des Gender & Medien Reader.

[nach oben]

Paul Sörensen/Aristotelis Agridopoulos aus der Einleitung

Das politische und soziale Denken von Cornelius Castoriadis ist im deutschsprachigen Raum weitestgehend ein noch unerschlossenes Terrain. Knapp zwanzig Jahre nach seinem Tod im Jahre 1997 und über vierzig Jahre nach Erscheinen seines Hauptwerkes L’Institution imaginaire de la société (1975; dt.: Gesellschaft als imaginäre Institution, 1984), fristet Castoriadis im deutschsprachigen Diskurs nach wie vor und allenfalls ein Nischendasein. Das ist immerhin insofern bemerkenswert, als Castoriadis mit besagter Schrift zu den imaginären Konstitutionsmodi von Gesellschaft(en) explizit – so der Untertitel des monumentalen Werkes – einen neuen Entwurf einer sozialtheoretisch informierten politischen Philosophie vorzulegen beanspruchte. Auch seine Forschung im Bereich der politischen Ideengeschichte und der Demokratietheorie sowie seine Interventionen ins politische Tagesgeschehen blieben vor allem im akademischen Diskurs nahezu unbeachtet.
Das vorliegende Schwerpunktheft hat es sich vor diesem Hintergrund zum Ziel gesetzt, den skizzierten, noch dezenten Entwicklungen im deutschsprachigen Raum eine zusätzliche Dynamik zu verleihen und die Potenziale des Castoriadisschen Denkens auszuloten, freizulegen und sie auf ihren Gehalt und ihr Stimulationspotenzial für ein zeitgemäßes politisches Denken zu befragen. Diesem übergeordneten Interesse sind die nachfolgenden sechs Beiträge ausgewählter Castoriadis-ExpertInnen gleichermaßen verpflichtet. Die in Castoriadis’ Werk schlummernden Potenziale dürften damit freilich noch bei weitem nicht ausgeschöpft sein.

Viele ältere kRR-Hefte waren nicht mehr lieferbar, wurden aber vielfach nachgefragt. Jetzt sind alle als Printausgabe vergriffenen Hefte digitalisiert und können als ›E-kRR‹ vom K-West-Verlag bezogen werden. Sukzessive werden auch von den noch lieferbaren Ausgaben Digitalisate erstellt. Daher wird kRR ab 2016 auch im Digitalabo angeboten. Die Zeitschrift ist in Form eines Abos (2 Hefte im Jahr für 19,90 €), als Einzelheft (12,00 €), als Doppelheft (24,00 €) und als Digitalabo (14,00 €) erhältlich.

Lesen Sie dazu die Allgemeine Geschäftsbedingungen des K-West Verlags.

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