11 Mai Die 200, ihre Fotos und wir: Eine kollektive Selbstfindung durch Erinnerung.
Wie fängt man eine Geschichte an, die je nach 82 Jahre alt ist, einige Monate oder fast ein ganzes Leben umspannt? Mit welchem Bild, welchem Eindruck kann man Lesern, die nicht wissen, worum es geht, einen Einstieg liefern? Warum sprechen Millionen Griechen über 200 Kommunisten? Seit dem 14. Februar grübele ich darüber. Ich war in einer Taverne am Tisch. Und während solcher Ereignisse hat man sich angewöhnt, mal auf das Smart-Phone zu gucken.

Aufnahmen von der Hinrichtung der 200, die als Hand-Out vom Kulturministerium Griechenlands an die Presse gegeben wurden, beziehungsweise bei der Vorstellung der vom Ministerium erworbenen Sammlung T. de Craene/H. Heuer, die zum Denkmal erklärt wurde, präsentiert wurden.
Bilder einer Hinrichtung bei Ebay.
»Bilder der 200«, das war ein Thema in einem Gruppenchat, den ich beobachte. Ich fürchte, die einfachste Information ist, dass die meisten von uns von nun an wissen, was sie am 14. Februar 2026 machten und wann sie die Information bekamen. Die Geschichten im Zeitalter des Internets gleichen sich. Alle sahen in sozialen Netzwerken, auf Nachrichtenseiten oder in privaten Nachrichten Fotos einer Hinrichtung. Schnell war uns allen klar, es sind Bilder von der Erschießung »der 200«. Sie wurden von einem belgischen Militaria-Händler auf der Auktionsplattform Ebay angeboten. Dass auf dieser und anderen Plattformen solches Material angeboten wird, ist eine weitere Geschichte.
Die 200, soviel ist leicht zu verraten, waren Insassen im Konzentrationslager Haidari nahe Athen. Am Montag, den 1. Mai 1944 wurden sie am Schießstand von Kaisariani von den deutschen Besatzern als Vergeltung hingerichtet. Auslöser war ein Hinterhalt der Volksbefreiungsarmee ELAS, die Generalmajor Franz Krech, Kommandant der 41. Festungs-Division und seine vier Begleiter am 27. April nahe Molai in Lakonien tötete. Hitler beförderte Krech posthum zum Generalleutnant. General Karl von Le Suire, der schon am 10. Dezember 1943 die Massentötung und Einebnung von Kalavryta samt 25 umliegender Dörfer befahl, gab die Order für Vergeltungsmaßnahmen. 200 zum größten Teil bereits vor dem Krieg seit Mitte der 1930 unter dem faschistischen Diktator Ioannis Metaxas inhaftierte Kommunisten sollten sterben.
Laut General Hellmuth Felmys Verteidigungsrede in den Nürnberger Prozessen ordnete Oberst Dionysios Papadongonas, der Chef der kollaborierenden Sicherheitsbataillone, einer Einheit der SS, auf dem Peloponnes und ein Freund Krechs, eigenmächtig die Hinrichtung von weiteren 100 Mitgliedern oder mutmaßlichen Mitgliedern des Widerstands an. Zudem töteten die Deutschen weitere 25 Menschen in Athen. Insgesamt wurden demnach für den Überfall auf Kreche mindestens 325 Menschen hingerichtet. Ohne noch tiefer in die Nachkriegsgeschichte Griechenland einzutauchen sei erwähnt, dass Dionysios Papadongonas nach der Befreiung von den Nazis an der Seite der Briten gegen die ELAS kämpfte und in den »Dekemvriana« am 7. Dezember 1944 im Kampf getötet wurde. Posthum vom Königshaus zunächst zum Generalmajor befördert, wurde Papadongonas er am 22. August 1945 als öffentlich überführter Kollaborateur degradiert. Die damalige Presse hatte mit vereinten Kräften sein verräterisches Handeln angeprangert.
Kollaborateure als Gewinner des kalten Kriegs.
Warum ist dieses Detail wichtig? Nun, die Partisanen, die gegen die Besatzer kämpften, wurden nach dem Krieg in einem blutigen Bürgerkrieg bekämpft. Weder die USA noch die Briten wollten akzeptieren, dass bei freien Wahlen im Nachkriegsgriechenland eine linke Mehrheit das Gleichgewicht im kommenden Kalten Krieg bedrohen könnte. Die siegreiche Volksbefreiungsarmee und damit ihre kommunistische Führung waren sehr populär. Rund zwei Millionen Griechen waren im Widerstand engagiert. Das waren nicht alles Kommunisten, aber für die USA und das Vereinigte Königreich galten sie als solche. Anders als die später eingesetzten Premiers waren die Führungskader der Kommunisten nicht ins Ausland geflohen.
Als Kämpfer und Politiker für das von ihnen erwünschte Nachkriegsgriechenland wurden von Briten und Amerikanern auch die Kollaborateure der Nazis eingesetzt. Kurz, die Überzeugungstäter, die in den sogenannten Sicherheitsbataillonen unter SS-Kommando die eigenen Landsleute meuchelten. Wer von den Partisanen nicht im Bürgerkrieg getötet oder auf einer Verbannungsinsel interniert wurde, der bekam keine Arbeit. Jeder Arbeitgeber, der eine Einstellung wagte, bekam in diesen düsteren Zeiten, die erst 1989 wirklich ein Ende fanden, Besuch vom Staatsschutz. In der Folge hatten die Kinder, dieser Menschen wenig Chancen auf eine Karriere. Ihnen wurde die falsche Gesinnung unterstellt. Nicht selten mussten sie wählen, ob sie öffentlich ihren Vätern oder Müttern entsagten, sich zur rechten Gesinnung bekannten oder auswanderten. Ihre Eltern galten als Verräter, als Spione zu Lasten des Westens.
Anders sah es für die Kinder der Kollaborateure aus. Für sie gab es – so wie es in einem freiheitlich demokratischen Staatswesen sein muss – keine Strafe für tatsächliche oder angebliche Sünden der Väter. Sie schafften es oft bis in höchste Ämter. So auch Papadongonas Sohn Alexandros. Im Januar 2026 hatte er 94-jährig verstorben in seinem Lebenslauf mehrere Ministerposten stehen und war Konteradmiral außer Dienst.
Die institutionelle Anerkennung des griechischen Bürgerkriegs (1946–1949) im Jahr 1989 markierte eine historische Zäsur, indem sie die jahrzehntelang genutzten, abwertenden Begriffe wie »Bandenkrieg« oder »dritte Runde« offiziell ablöste. Durch die gesetzliche Etablierung von Termini wie »Bürgerkrieg« und »Demokratische Armee« statt »Banditen« wurde nicht nur die historische Genauigkeit wiederhergestellt, sondern auch die jahrzehntelange politische Diskriminierung und Marginalisierung der besiegten Linken beendet. Dieser Akt der Versöhnung, der eng mit der Anerkennung des Nationalen Widerstands verknüpft war, ermöglichte die formelle Integration der Verlierer der Nachkriegszeit in das politische Leben des Landes.
Trotz dieser wichtigen rechtlichen und politischen Weichenstellungen blieb der Bürgerkrieg jedoch ein tiefsitzendes Trauma, das die griechische Gesellschaft noch lange Zeit prägte und teilweise bis heute prägt. Die offizielle Deklaration heilte die gesellschaftlichen Wunden zwar auf dem Papier und schuf die Basis für eine gemeinsame Erinnerungskultur, doch der tatsächliche psychologische und soziale Heilungsprozess vollzog sich in der Praxis nur mühsam und langsam.
Wenn mündlich überlieferte Geschichte sich bewahrheitet.
Zu all diesen Hintergründen gesellt sich, dass die offizielle Erinnerung an die 200 und all ihre Leidensgenossen für Jahrzehnte nicht möglich war. Die Geschichte und die die dazugehörigen persönlichen Schicksale wurden mündlich überliefert. Nun wissen wir, dass mündliche Überlieferung Fehleranfällig ist. Wer je »Stille Post« gespielt hat, kann sich an unfreiwillig komische Effekte erinnern. Stille Post ist ein Kinderspiel, bei dem ein Wort oder Satz reihum ins Ohr geflüstert wird. Dabei wird je nach Zahl der Mitspieler die Botschaft bis zum letzten sehr stark verzerrt. Es verdeutlicht spielerisch, wie Kommunikationsfehler, Missverständnisse und Gerüchte entstehen.
Alle, die sich den 200 verbunden fühlten, wollten ihr Leben lang an die in Liedern und Gedichten kunstvoll überlieferte Geschichte über den 1. Mai 1944 glauben. Lieder, Gedichte und weitere Texte mussten so verschlüsselt werden, dass ihre Verbreitung nicht an der Zensur scheiterte. Es gab die Notizzettel der Hingerichteten, welche diese beim Transport zum Hinrichtungsort aus den LKWs warfen. Und es gab all jene, die im KZ Haidari oder in Kaisariani das Geschehen aus mehr oder weniger großem Abstand verfolgten. Die Zeitzeugen, die noch vor ihrem Ableben dokumentarisch befragt werden konnten, hatten das Erzählte vor Jahrzehnten erlebt. Wie akkurat konnten all diese Informationen sein?
Sehr akkurat meinte der Regisseur Pantelis Voulgaris, der es zum Filmdrama »to teleftaio simeioma« verarbeitet. Einem Film in dessen Zentrum der Übersetzer Napoleon Soukatzidis und der SS-Untersturmführer und Lagerkommandant Karl Fischer stehen. Fischer, vom überragend spielenden Andrè Hennicke dargestellt, und Soukatzidis, eindrücklich porträtiert von Andreas Konstantinou sind im Film pars pro toto rhetorische Duellanten. Voulgaris betont in seiner Regiearbeit die Unerschrockenheit Soukatzidis, der sich der Gnade der Schonung vor der Exekution verweigerte. Fischer hatte es angeboten, aber darauf bestanden, an Stelle des von ihm geschätzten Übersetzers einen anderen Insassen hinzurichten. Vom Übersetzer am Tag vor der Hinrichtung informiert, feierten die Todgeweihten ihre letzte Nacht mit Gesang und Tanz. Szenen, mit denen Voulgaris demonstrierte, wie Fischer und die übrigen SS-Schergen an der Todesverachtung ihrer Opfer verzweifelten. Als Krönung zeigt der Film, der aktuell über Netflix gestreamt wird, wie die 200 auch vor dem Erschießungskommando noch ihren Häme gegen die Nazis herausbrüllen und ihre Mörder buchstäblich bis zum letzten Atemzug die Verachtung spüren lassen.
»Ach wäre das schön, wenn das wahr ist«, schoss es mir 2017 durch den Kopf, als ich den Film zum ersten Mal sah. Es ist wahr. Das zeigen die Fotos. Bilder, bei denen die Kugeln bereits auf dem Weg sind, während die Todgeweihten den kommunistischen Gruß zeigen, mit ihren Händen gegen die SS-Truppe gestikulieren und Singen. Es gibt Fotos auf denen einige der zur Hinrichtung Geführten ihre Peinigern und den SS-Fotografen H. Heuer, verächtlich anlächeln.
Eine späte Rehabilitation.
Die Kulturministerin Lina Mendoni erklärte dazu in einer Pressemeldung: »Die zwölf Fotografien, die ans Licht der Öffentlichkeit gelangten und die griechische Patrioten vor ihrer Hinrichtung in Kaisariani am 1. Mai 1944 zeigen, sind äußerst wichtige Dokumente der modernen griechischen Geschichte. Die Fotografien in der Sammlung verleihen den historischen Zeugnissen ihres Ethos und Patriotismus, wenige Augenblicke vor ihrer Ermordung, ein Gesicht. Sie sind daher von unschätzbarem Wert. Aber auch die übrigen Fotografien sind sehr wichtig, da sie es uns ermöglichen, das Drama des besetzten Griechenlands aus der Perspektive des Besatzers zu betrachten. Der von Joseph Goebbels eingerichtete Propagandaapparat nutzte die modernste Informationstechnologie seiner Zeit – Film und Fotografie –, um inszenierte Dokumente des ›Erfolgs‹ zu schaffen und diese als Instrument der Einflussnahme zu verbreiten. Direkt als das Kulturministerium informiert wurde, erteilten wir die entsprechenden Anweisungen für den möglichen Erwerb dieser Fotografien. Die zuständige Direktion für modernes Kulturerbe nahm umgehend Kontakt mit dem Sammler auf. Experten werden am Freitag zu seinem Hauptsitz in Evergem (bei Gent), Belgien, reisen. Dort werden sie Sammlung aus der Nähe betrachten und mit ihm sprechen. Mit der heutigen Erklärung der Sammlung zum Denkmal erhält das Kulturministerium die Grundlage, sie im Namen des griechischen Staates zu beanspruchen und zu erwerben.« Das Ministerium erwarb die Sammlung. Sie gilt nun als nationales Denkmal und allen zugängliches Zeitzeugnis.
Mendoni als Vertreterin einer rechtsnationalen Regierung nannte die 200 offiziell »Patrioten«. Es gab keine andere Wahl, der Druck der Öffentlichkeit war zu groß. Wenn das die Patrioten waren, dann ist nun amtlich, dass die Helfer der Nazis, die Kollaborateure die Verräter waren. Es eine Rehabilitation par excellence zusammen mit einer Bestätigung der überlieferten Heroisierung der 200 und auch der übrigen Opfer ähnlicher Kriegsverbrechen der Nazis in Griechenland. Und es ist eine Erneuerung der »Nie-Wieder«-Mahnung. Denn jetzt, wo die letzten Zeitgenossen der 200 langsam versterben, bekam die jüngere Generation zeitgemäß und im Eiltempo über die sozialen Netzwerke ein Bild der 200 und ihrer Geschichte. Die Jüngeren erfahren, dass die Nazis die 200 demütigen wollten und dabei in ihre eigene Falle tappten. A zwanzig wurden die Männer zur Erschießung geführt. Die folgende Gruppe sollte die Erschossenen sammeln und zu LKWs tragen, bevor sie selbst vor die Maschinengewehre der SS treten musste. Das sollte sie endgültig brechen und in Angst versetzen, plante die SS.
Allerdings kümmerten sich die Todgeweihten mit so einer Fürsorge um ihre erschossenen Freunde und mit so wenig Furcht, dass die SS eiligst Kollaborateure als Leichenträger herbeizitierte. Die Aufrichtigkeit und stoische Ruhe der Opfer erschütterten die SS-Todesschützen. Sie bekamen die Angst, die sie bei ihren Opfern auslösen wollten. Worte, die der Dichter Giannis Ritsos für solch einen Heldenmut schrieb, bekamen auch für die jüngeren Griechen ein Bild:
»Dieses Volk hier kniet vor niemandem, außer vor seinen Toten.«
Für die Älteren, die mit den Vorkriegsfotos der Opfer groß wurden, bekommen die 200 endlich ihr Gesicht und ihre Würdigung. Wir alle sehen Männer, die zum größten Teil am Todestag mehr als acht Jahre Haft und Folter hinter sich haben und die trotzdem standhaft blieben. Die 200, die am 1. Mai 1944 – »ein gemeinsam erlittener Tod ist kein Tod« – gemeinsam in die Unsterblichkeit gingen, sind endgültig zu würdigen Nachfolgern der 300 Spartaner der Antike geworden. Anders als Leonidas und die seinen, haben die 200 ihren Sieg ohne Waffen errungen. Eine Botschaft, die in der heutigen Zeit einen ganz besonderen Wert hat.

Aufnahmen von der Hinrichtung der 200, die als Hand-Out vom Kulturministerium Griechenlands an die Presse gegeben wurden, beziehungsweise bei der Vorstellung der vom Ministerium erworbenen Sammlung T. de Craene/H. Heuer, die zum Denkmal erklärt wurde, präsentiert wurden.
Epilog.
Als die LKWs mit den Leichen der 200 zum Friedhof zu einem Massengrab gefahren wurden, füllte sich die Straße mit Blut. Die Bevölkerung, vor allem Frauen, eilten hinterher und warfen Blumen auf das Blut. Bluttropfen sammelten sie mit Wattebäuschen, die sie zuhause vor den Ikonenschrank stellten. Es waren Szenen einer antiken Tragödie.
Unter den vielen Liedern und Gedichten, die allesamt auch heute noch zum Repertoire vieler Künstler gehören, möchte ich einige hervorheben:
»Die Zweihundert von Kaisariani«: Ein Lied von Giorgos Mitsakis mit Text von Giorgos Kalamariotis . Erstinterpretin war 1973 Rena Koumiotis: »Zweihundert in Kaisariani -und die Welt war allein – zweihundert in Kaisariani und die Welt wurde kleiner«.
»To Bloko tis Kaisariani« mit Text von Notis Pergiali und Musik von Mikis Theodorakis wurde 1977 zuerst von Charoula Alexiou gesungen: »Wen soll ich als ersten beweinen, wen soll ich als ersten besingen«…
Nikos Kavvadias nahm in dem Gedicht »Federico Garcia Lorca«, das von Thanos Mikroutsikos vertont und von Yannis Koutras im Album »Stern des Südens« (1979) interpretiert wurde, sehr deutlich Bezug auf die 200: »Sie brachten uns von hinten an die Mauer von Kaisariani. Und sie erhöhten den Haufen (der Leichen) auf die Höhe eines Mannes.«
Vom »Stern des Südens« wurden bis heute mehr als zwei Millionen Tonträger verkauft. Das Album, einst vom Musikverlag als eine Art Geschenk an den Komponisten Thanos Mikroutsikos herausgeben, brachte den Griechen den Seemannsdichter Kavvadias näher. Der Verlag war von einem Flop ausgegangen.
Außer der realistischen Darstellung der Hinrichtung der 200 sowie des Massakers an den Einwohnern von Distomo in Böotien durch die Nazis thematisiert »Federico Garcia Lorca« den Tod des großen spanischen Dichters Lorca durch die Franco-Truppen (August 1936) sowie weitere Ereignisse, wie die Zerstörung von Guernica. Kavvadias internationalisiert mit seinem Gedicht den Antifaschismus.
Der »Dichter des Meeres«, Nikos Kavvadias, ist einer breiten Öffentlichkeit vor allem für seine Seemannsgedichte bekannt. Auch er war im Widerstand. Nach dem Einmarsch der Nazis in Athen schloss sich Nikos Kavvadias der verbotenen kommunistischen Partei KKE an. Er trat der Befreiungsorganisation EAM bei. Zunächst diente er in der Matrosenvereinigung und später auch in der Schriftsteller- und Dichtervereinigung. Jeder, der im Widerstand war, hätte einer der 200 sein können. Die meisten Gedichte zum Thema wurden von Menschen aus dem Widerstand geschrieben. Vielleicht erklärt das, warum die Überlieferungen unverfälscht bleiben konnten.
Heute haben wir neue Lieder, von jungen Hip-Hop Künstlern wie der Band »Koinoi Thnitoi« (Gewöhnliche Sterbliche). Sie nahmen den Titel »Ich habe sie gesehen« auf. Zu hören ist der Song bei Youtube (https://www.youtube.com/watch?v=lXq-l01DTSQ). Der Songtext lässt sich leicht zusammenfassen – es ist im Wesentlichen der vorliegende Text. Alljährlich zum 1. Mai werden in Kaisariani die Namen der Hingerichteten aufgerufen und jedes Mal antwortet die versammelte Menge für jeden von ihnen »paron!« (anwesend).