kultuRRevolution | Haben Märkte Menschenrechte? (Straßburg soll das jetzt klären.)
1191
post-template-default,single,single-post,postid-1191,single-format-standard,cookies-not-set,qode-quick-links-1.0,ajax_fade,page_not_loaded,,qode-title-hidden,qode_grid_1300,footer_responsive_adv,qode-content-sidebar-responsive,qode-theme-ver-11.0,qode-theme-bridge,wpb-js-composer js-comp-ver-5.1.1,vc_responsive

Haben Märkte Menschenrechte? (Straßburg soll das jetzt klären.)

Gestern stand in diesem Blog, dass die Märkte neuerdings mit Heidegger die „Gelassenheit“ pflegen. Ansonsten ist ihnen nichts Menschliches fremd: weder Nervosität noch Panik, weder Jubilieren noch tiefste Depression. Sie können auch sadistisch sein und ganze Länder „gnadenlos abstrafen“. Danach hätten sie jedenfalls schon mal eine Seele und könnten schon also keine „unbeseelten Objekte“ sein. Aber sind sie wirklich Menschen? Pflanzen oder Tiere wohl auch kaum, aber vielleicht Götter?

Das soll jetzt vielleicht endlich geklärt werden, und zwar natürlich von Juristen. Die Hedge Fonds wollen beim Europäischen Gerichtshof in Straßburg ihr Menschenrecht auf Eigentum einschließlich Wachstums von Eigentum (Profit) einklagen. Was ist, wenn die einzige Alternative wäre: Märkte sind Computerprogramme, also doch „unbeseelte Objekte“? Dann dürften die Juristen doch sicher für „Märkte sind zwar vielleicht keine normalen Menschen, aber sie haben die Menschenrechte von solchen“ entscheiden. Spannend.

Die andere Lösung steht in der „Vorerinnerung“ („Bangemachen gilt nicht auf der Suche mach der Roten Ruhr-Armee“): Märkte sind „das Unterbewusste des V-Trägers“. Dort nachzulesen.