kultuRRevolution | Nichts ist normal bei „den Märkten“
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Nichts ist normal bei „den Märkten“

„Die Märkte“ sind wieder „nervös“ – sie sind auch wieder schwarze Pädagogen und „strafen ab“: ganze Länder wie jetzt auch Italien, jeden und jede, der oder die nicht super „wettbewerbsfähig“ ist (das sind ja leider die wenigsten!) und auch Politiker, die sie („die Märkte“) sogar im Urlaub überfallen. Das alles ist wahrlich nicht normal: In den Urlaubsmonaten sollten sich „die Märkte“ gefälligst wie „die Menschen“ etwas entspannen (und tun das auch im langjährigen Durchschnitt). Aber 2011 nicht. Und vor allem sollten „die Märkte“ doch nicht schon im Jahr 2 eines Zyklus (gerechnet ab dem Aufschwung von 2009) wieder nervös werden! Das dürften sie normalerweise doch erst ab dem Jahr 6 oder 7 eines Zyklus!  „Die Märkte“ leiden also unter einem pathologisch durcheinandergeratenen Zyklus. Sie werden doch wohl keinen „double dip“ hinlegen?

Das findet auch der Ex-Maoist Barroso nicht lustig und schreibt einen Brandbrief, den „die Märkte“ aber schrecklich „abstrafen“ – (oder ob Barroso heimlich den Partisanen gespielt hat und dem Kapitalismus einen zusätzlichen Schubs geben wollte?).

Dabei waren „die Märkte“ bis vor ganz kurzem 100 Prozent sicher, dass die Krise „abgehakt“ wäre. Und speziell die deutschen Märkte jubelten und jubelten über den deutschen Turbo-Aufschwung (soviel BMWs wurden noch nie nach China verkauft). Und die Schäub- und Brüderles und Angelas jubelten mit: Krise abgehakt, Turboaufschwung, Jobwunder!

Jetzt zittern aber plötzlich besonders die deutschen Märkte noch mehr als die meisten anderen (abgesehen natürlich von den italienischen) – und das aus sehr gutem Grunde. Denn jetzt zeigt sich, dass „unser“ spezieller Turboaufschwung alles andere als normal war: Er beruhte auf lauter Sonderfaktoren wie den chinesischen „kommunistischen“ BMW-Fans und droht nun umso tiefer zu fallen, je höher er vorher aufgeblasen worden war. Das gibt wieder stressige Wochenenden für unsere Ackermänner und Schäubles.